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Ausbildung

Elektroniker/Elektronikerin (HWK)

Ausbildungsbereich: Handwerk

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre

Struktur des Ausbildungsberufs

Ausbildungsberuf mit Spezialisierung in drei Fachrichtungen:

1. Energie- und Gebäudetechnik
2. Automatisierungstechnik
3. Informations- und Telekommunikationstechnik

Was ist neu?

Durch den Gesetzgeber wurden die Handwerke Elektroinstallateur/Elektroinstallateurin, Elektromechaniker/Elektromechanikerin und Fernmeldeanlagenelektroniker/Fernmeldeanlagenelektronikerin zusammengefasst zu einem neuen Handwerk Elektrotechniker/Elektrotechnikerin. Durch diese Zusammenfassung konnten die bisherigen Ausbildungsberufe in den drei Handwerken ebenfalls zusammengefasst und neu ausdifferenziert werden. Der Ausbildungsberuf Elektroniker/Elektronikerin ist der Beruf, der den bisherigen Ausbildungsberufen Elektroinstallateur/Elektroinstallateurin und Fernmeldeanlagenelektroniker/Fernmeldeanlagenelektronikerin am Nächsten steht. Aber auch Elektromechanikerbetriebe, die Kundenaufträge in der Automatisierungstechnik ausführen, können in diesem Beruf ausbilden. Absolventen/Absolventinnen dieses Berufes sind im Anlagenbau und in der Anlageninstandhaltung tätig. Der Ausbildungsberuf Elektroniker/Elektronikerin mit seinen drei Fachrichtungen deckt alle Arten von elektrischen Anlagen ab – von der Energie- bis zur Datentechnik.

Neu ist ebenfalls die in den Ausbildungsvorschriften verankerte verstärkte IT-Kompetenz, das Arbeiten mit englischsprachigen Unterlagen und das Kommunizieren in Englisch. Gleichzeitig ist der Absolvent/die Absolventin dieser Ausbildung kompetent im Umgang mit Kunden, sowie in der Abwicklung von Kundenaufträgen.

Inkrafttreten: 01. August 2003

Ausbildungsprofil:

in den Fachrichtungen:

– Energie- und Gebäudetechnik
– Automatisierungstechnik
– Informations- und Telekommunikationstechnik

Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Arbeitsgebiet:

Elektroniker/Elektronikerinnen sind in der Errichtung und im Service von elektrischen Anlagen der Energie-, Gebäude-, Infrastruktur-, Automatisierungs-, Informations- und Kommunikationstechnik tätig. Elektroniker/Elektronikerinnen üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie der einschlägigen technischen Regeln selbständig aus. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

Berufliche Qualifikationen:

Elektroniker/Elektronikerinnen

-beraten Kunden; planen elektrische Anlagen nach Kundenanforderungen,
-installieren Anlagen und deren Komponenten, nehmen Anlagen in Betrieb,
-installieren und konfigurieren Software, Komponenten, Geräte und Netzwerke, prüfen elektrische Schutzmaßnahmen und andere Sicherheitseinrichtungen,
-analysieren Störungen in Anlagen und beseitigen Fehler,
führen Inspektionen und Wartungsarbeiten durch und setzen Anlagen instand,
-betreuen Kunden und führen Serviceleistungen durch.

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

-konzipieren Systeme der Energieversorgung und Gebäudetechnik,
-installieren Beleuchtungsanlagen, Antriebe, Schalt-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, dezentrale – Energieversorgungsanlagen, Ersatzstromversorgungsanlagen, – – Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen und Datennetze; schließen Telekommunikationsendgeräte und –anlagen an Fernmeldenetze an; nehmen energie- und gebäudetechnische Anlagen in Betrieb,
– installieren, konfigurieren und parametrieren Gebäudeleiteinrichtungen und deren Bussysteme; erstellen Steuerungsprogramme; testen die gebäudetechnischen Systeme.

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Automatisierungstechnik

-analysieren Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe; – konzipieren Automatisierungsanlagen,
-installieren Sensoren, Leiteinrichtungen, Maschinen- und Prozesssteuerungen sowie pneumatische, hydraulische und -elektrische Antriebe, nehmen Automatisierungsanlagen in Betrieb,
-optimieren Regelkreise, programmieren und testen Automatisierungssysteme,

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik

-konzipieren Datenübertragungs- und Datenverarbeitungsanlagen, analysieren Gefahrenpotentiale -und konzipieren Anlagen der Sicherheitstechnik,
-installieren Datennetze, Brand- und Einbruchmeldeanlagen, -Zutrittskontrollanlagen, Videoüberwachungssysteme, -Telekommunikationsanlagen nehmen diese Anlagen in Betrieb,
-installieren, konfigurieren und parametrieren Software, erstellen Programme, testen IT-Systeme.

Energieelektroniker (IHK)

Der Ausbildungsberuf Energieelektroniker / Energieelektronikerin ist staatlich anerkannt.

Es kann in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet werden:

1. Anlagentechnik
2. Betriebstechnik

Die Bezeichnung der Fachrichtung tritt ergänzend zur Bezeichnung des Ausbildungsberufes hinzu.

Die Ausbildung dauert 3 1/2 Jahre.

Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Rechtsverordnung gemäß § 29 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.

Die Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung, wenn die betriebliche Ausbildung nach dieser Verordnung und die Ausbildung in der Berufsschule nach den landesrechtlichen Vorschriften über das Berufsgrundbildungsjahr erfolgen. Im zweiten Ausbildungsjahr ist die Fachbildung im ersten Halbjahr für alle Berufe inhaltlich gleich und im zweiten Halbjahr nach Berufen unterschiedlich.

In den Ausbildungsberufen mit Fachrichtungen schließt sich ab drittem Ausbildungsjahr eine nach Fachrichtungen unterschiedliche Fachbildung an.

Die in dieser Rechtsverordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, daß der Auszubildende im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die Vermittlung orientiert sich an den Anforderungen des Berufes mit der jeweiligen Fachrichtung. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nachzuweisen.

Ausbildungsberufsbild für den Energieelektroniker / für die Energieelektronikerin

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. Berufsbildung
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
3. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz
4. Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Datenschutz und rationelle Energieverwendung,
5. Anfertigen von mechanischen Teilen,
6. Herstellen von mechanischen Verbindungen,
7. Zusammenbauen und Verdrahten von mechanischen, elektromechanischen und elektrischen Bauteilen zu Baugruppen,
8. Zurichten, Verlegen und Anschließen von Leitungen,
9. Messen von Gleich- und Wechselgrößen sowie Prüfen von Bauteilen und Baugruppen,
10. Zusammenbauen und Verdrahten von mechanischen, elektromechanischen und elektrischen Baugruppen und Geräten,
11. Montieren und Installieren funktional abgegrenzter Anlagenteile,
12. Prüfen, Messen und Einstellen von Baugruppen und Geräten,
13. Inbetriebnehmen von Baugruppen, Geräten und funktional abgegrenzten Anlagenteilen
14. Zusammenbauen und Verdrahten sowie Montieren und Installieren von Baugruppen und Anlagenteilen der Energietechnik.

Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:

1. in der Fachrichtung Anlagentechnik:

a) Zusammenbauen und Verdrahten von Baugruppen und Geräten der Schalt-, Steuerungs- und Verteilungstechnik,
b) Vorbereiten und Abschließen von Montagearbeiten,
c) Montieren von Leitungen, Kabeln und Installationssystemen,
d) Montieren und Installieren von Anlagen der Energieverteilung, Steuerungs-, Melde- und Beleuchtungstechnik sowie von elektrischen Maschinen und Stelleinrichtungen,
e) Messen nichtelektrischer Größen und Prüfen der Funktion speicherprogrammierbarer Steuergeräte,
f) Inbetriebnehmen von Anlagen der Energieverteilung, Steuerungs-, Melde- und Beleuchtungstechnik sowie von elektrischen Maschinen und Stelleinrichtungen,
g) Instandhalten von Anlagen der Energietechnik;

2. in der Fachrichtung Betriebstechnik:

a) Zusammenbauen und Verdrahten von Betriebsmitteln und Schaltgeräten für Anlagen in der Energietechnik,
b) Montieren und Installieren von Betriebsmitteln und Anlagen der Energietechnik,
c) Messen nichtelektrischer Größen und Prüfen der Funktionen von Einrichtungen der Meß-, Steuerungs- und Regelungstechnik,
d) Inbetriebnehmen von Betriebsmitteln und Anlagen der Energietechnik,
e) Instandhalten von Betriebsmitteln und Anlagen der Energieverteilung und der Beleuchtungs-, Melde-, Steuerungs-, Regelungs- und Antriebstechnik.

Die oben genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung vermittelt werden.

Ausbildung zum Mechatroniker

in Zusammenarbeit mit Firma Josef Wagner Metallbau Brückenring 12 , Kaufering. Tel. 08191 / 65137

Infos zur Berufsausbildung
Bei der Ausbildung zum Mechanotroniker / zur Mechanotronikerin handelt es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf. Die Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich.

Prüfende Stelle ist die zuständige Industrie- und Handelskammer.

Dauer der Berufsausbildung 3 1/2; Jahre

Inhalte und Ablauf
Folgende Lehrinhalte sind beispielsweise Teil der betrieblichen Ausbildung im 1. Ausbildungsjahr:

Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Arbeits- und Tarifrecht, Umwelt- und Arbeitsschutz
Lesen technischer Pläne und Anfertigen von Protokollen
Planen und Kontrollieren von Arbeitsabläufen
Werkstücke vermessen und prüfen
Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Werkstücken
Installieren elektrischer Baugruppen und Komponenten

im 2. Ausbildungsjahr:

Werkzeuge, Prüf- und Meßmittel betriebsbereit machen und überprüfen
Installieren und Testen von Hard- und Softwarekomponenten
Programmierung mechanotronischer Systeme
Baugruppen und Komponennten prüfen und vormontieren
Mechanische und elektrische Sicherheitsvorkehrungen überprüfen

Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

im 3. und 4. Ausbildungsjahr:

Produkte bei der Übergabe erläutern und in die Funktion einweisen
Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen zusammenbauen
Mechatronische Systeme prüfen und einstellen
Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln feststellen
Netzwerke und Bussysteme installieren und konfigurieren sowie Versionswechsel von Software durchführen
Programmierung mechatronischer Systeme

Abschlußprüfung nach dem Ende der 3 1/2;jährigen Ausbildung

Berufsausübung (ausgewählte Merkmale)
Nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung gibt es verschiedene Ausübungsmöglichkeiten im Maschienenbau, im Anlagenbau und in der Elektoindustrie.

  • Tätigkeiten :
    -Arbeitsabläufe planen und steuern
    -Baugruppen und Komponenten zu mechatronischen Systemen zusammenbauen
    -Hard- und Softwarekomponenten installieren und testen
    -Kundeneinweisung und Übergabe von mechatronischen Systemen -Instandhaltung mechatronischer Systeme durchführen
    -Arbeit und Kommunikation z.T. in englischer Sprache
    -Arbeitsmittel, Werkzeuge und Material:
    -Werkzeuge zur Bearbeitung und Montage von Metall- und Elektroteilen
    -Meßgeräte
    -Mechanische und elektrische Bauteile für Maschinen
    -Zusammenarbeit und Kontakte mit
    Kunden
    Vorgesetzten (Meistern/Meisterinnen, Vorarbeitern/Vorarbeiterinnen, Technikern/Technikerinnen)
    Mitarbeitern anderer Abteilungen
    Auszubildenen
    Angelernten Kräften
    Arbeitsort und Arbeitsumgebung:
    -Montage beim Kunden
    -Montagehalle
    -Werkstatt
  • Berufliche Weiterbildung:
    1. Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten
    2.Teilnahme an Weiterbildungs- bzw. 3.Spezialisierungslehrgängen in Form von Seminaren und Tagungen, z.B. über Maschinenbau, Elektrotechnik, EDV, Betriebswirtschaft etc.
    4. Aufstiegsfortbildung (nach entsprechender Berufspraxis)
    5.Industriemeister/Industriemeisterin
    6.Gewerblicher Fachlehrer/Gewerbliche Fachlehrerin an Berufsschulen
    7.Betriebswirt/Betriebswirtin etc.