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Gaunerzinken: Die Bedeutung der Geheimzeichen

Gaunerzinken: Die Bedeutung der Geheimzeichen

Es sind oft völlig unauffällige Zeichen an der Fassade, Haustür oder auch am Briefkasten – ein simples Kreuz oder auch eine gezackte Linie. Die sogenannten Gaunerzinken stechen wahrlich nicht sofort ins Auge, dienen organisierten Einbrecherbanden aber häufig als Geheimcodes. Eine Vorhut späht ein Haus und dessen Bewohner gründlich aus und hinterlässt vor Ort dann die Symbole, um nachfolgende Komplizen zu informieren, ob es etwas zu holen gibt und wie man wohl am besten ins Haus gelangt. Wer morgens seine Zeitung aus dem Briefkasten holt und dort plötzlich ein bestimmtes Symbol entdeckt, dessen Herkunft er sich nicht erklären kann, sollte alarmiert sein: Womöglich handelt es sich nämlich nicht um harmlose Schmierereien von Nachbarkindern, sondern um einen sogenannten Gaunerzinken – also ein Geheimzeichen, mit dem Einbrecher und Trickbetrüger Nachrichten für nachfolgende Komplizen hinterlassen.

 

 

Das immer gleiche Vorgehen: Eine Vorhut kundschaftet ein Objekt gründlich aus. Sie beobachtet, ob es in einem Gebäude etwas zu holen gibt und ob beispielsweise ältere Menschen oder alleinstehende Frauen im Haus leben. Die gesammelten Informationen werden dann mit Hilfe der Gaunerzeichen an die nachfolgenden Komplizen übermittelt, während die Kundschafter längst weitergezogen sind.

Häufig werden Gaunerzeichen nicht erkannt

Die Gaunerzinken werden von Nachbarn und Bewohnern leicht übersehen oder ihre Bedeutung verkannt. Ein kleines mit Kreide gezeichnetes Kreuz ist unauffällig und wird selbst bei Entdeckung meist eher Nachbarkindern als umherziehenden Verbrecherbanden zugeordnet. Auch eine oberflächlich in die Haustür geritzte, dünne Zickzack-Linie fällt längst nicht immer auf – zumal die meisten Menschen überhaupt nicht wissen, wie Gaunerzinken eigentlich aussehen.

In über 90% der Fälle brechen die Täter über gering gesicherte Fenster, Türen oder Schiebetüren ein.

Die rechtlich genormten Widerstandsklassen geben Aufschluss darüber, wie lange Fenster oder Türen beim Einsatz verschiedener Werkzeuge dem gewaltsamen Versuch des Eindringens standhalten. Dauert ein Einbruchsversuch mehrere Minuten, brechen viele Täter aus Angst, entdeckt zu werden, ab. Damit gilt: je höher die Widerstandsklasse, desto höher der Einbruchschutz. Polizeiexperten empfehlen für Privathaushalte mindestens die Widerstandsklasse RC2.

Widerstandsklasse 1 
(WK1): Fenster und Türen in dieser Sicherheitsklasse bieten den geringsten Einbruchschutz. Produkte dieser Widerstandsklasse bieten bis zu 30 Sekunden einen Grundschutz gegen körperliche Gewalt wie Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen. Sie weisen jedoch nur geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf.

Sicherheitsklasse RC 2 (WK 2): 
Der Gelegenheitstäter versucht zusätzlich, mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Keil das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Produkte dieser Widerstandsklasse bieten bis zu 3 Minuten Schutz gegen gewaltsame Versuche des Eindringens

Sicherheitsklasse RC 3 (WK 3):
 Der Täter versucht zusätzlich, mit einem zweiten Werkzeug wie Schraubendreher und Kuhfuß das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Produkte dieser Widerstandsklasse halten dem Einbruchsversuch bis zu 5 Minuten stand

Wir bieten Ihnen nicht nur Einbruchmeldeanlagen. Gerne beraten wir Sie ausführlich zu diesem Thema. Bitte Vereinbaren Sie einen Beratungstermin unter 08191/96540.