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Ausbildung

Elektroniker/Elektronikerin

Ausbildungsbereich: Handwerk

Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre

Struktur des Ausbildungsberufs

Ausbildungsberuf mit Spezialisierung in drei Fachrichtungen:

1. Energie- und Gebäudetechnik HWK
2. Elektroniker für Automatisierungstechnik IHK
3. Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration“ ab Sep.2021

Was ist neu?

Durch den Gesetzgeber wurden die Handwerke Elektroinstallateur/Elektroinstallateurin, Elektromechaniker/Elektromechanikerin und Fernmeldeanlagenelektroniker/Fernmeldeanlagenelektronikerin zusammengefasst zu einem neuen Handwerk Elektrotechniker/Elektrotechnikerin. Durch diese Zusammenfassung konnten die bisherigen Ausbildungsberufe in den drei Handwerken ebenfalls zusammengefasst und neu ausdifferenziert werden. Der Ausbildungsberuf Elektroniker/Elektronikerin ist der Beruf, der den bisherigen Ausbildungsberufen Elektroinstallateur/Elektroinstallateurin und Fernmeldeanlagenelektroniker/Fernmeldeanlagenelektronikerin am Nächsten steht. Aber auch Elektromechanikerbetriebe, die Kundenaufträge in der Automatisierungstechnik ausführen, können in diesem Beruf ausbilden. Absolventen/Absolventinnen dieses Berufes sind im Anlagenbau und in der Anlageninstandhaltung tätig. Der Ausbildungsberuf Elektroniker/Elektronikerin mit seinen drei Fachrichtungen deckt alle Arten von elektrischen Anlagen ab – von der Energie- bis zur Datentechnik.

Neu ist ebenfalls die in den Ausbildungsvorschriften verankerte verstärkte IT-Kompetenz, das Arbeiten mit englischsprachigen Unterlagen und das Kommunizieren in Englisch. Gleichzeitig ist der Absolvent/die Absolventin dieser Ausbildung kompetent im Umgang mit Kunden, sowie in der Abwicklung von Kundenaufträgen.

Inkrafttreten: 01. August 2003

Ausbildungsprofil:

in den Fachrichtungen:

– Energie- und Gebäudetechnik
– Automatisierungstechnik
– Informations- und Telekommunikationstechnik

Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

Arbeitsgebiet:

Elektroniker/Elektronikerinnen sind in der Errichtung und im Service von elektrischen Anlagen der Energie-, Gebäude-, Infrastruktur-, Automatisierungs-, Informations- und Kommunikationstechnik tätig. Elektroniker/Elektronikerinnen üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie der einschlägigen technischen Regeln selbständig aus. Sie sind Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

Berufliche Qualifikationen:

Elektroniker/Elektronikerinnen

-beraten Kunden; planen elektrische Anlagen nach Kundenanforderungen,
-installieren Anlagen und deren Komponenten, nehmen Anlagen in Betrieb,
-installieren und konfigurieren Software, Komponenten, Geräte und Netzwerke, prüfen elektrische Schutzmaßnahmen und andere Sicherheitseinrichtungen,
-analysieren Störungen in Anlagen und beseitigen Fehler,
führen Inspektionen und Wartungsarbeiten durch und setzen Anlagen instand,
-betreuen Kunden und führen Serviceleistungen durch.

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

-konzipieren Systeme der Energieversorgung und Gebäudetechnik,
-installieren Beleuchtungsanlagen, Antriebe, Schalt-, Steuer- und Regelungseinrichtungen, dezentrale – Energieversorgungsanlagen, Ersatzstromversorgungsanlagen, – – Empfangs- und Breitbandkommunikationsanlagen und Datennetze; schließen Telekommunikationsendgeräte und –anlagen an Fernmeldenetze an; nehmen energie- und gebäudetechnische Anlagen in Betrieb,
– installieren, konfigurieren und parametrieren Gebäudeleiteinrichtungen und deren Bussysteme; erstellen Steuerungsprogramme; testen die gebäudetechnischen Systeme.

Elektroniker/Elektronikerinnen der Fachrichtung Automatisierungstechnik

-analysieren Funktionszusammenhänge und Prozessabläufe; – konzipieren Automatisierungsanlagen,
-installieren Sensoren, Leiteinrichtungen, Maschinen- und Prozesssteuerungen sowie pneumatische, hydraulische und -elektrische Antriebe, nehmen Automatisierungsanlagen in Betrieb,
-optimieren Regelkreise, programmieren und testen Automatisierungssysteme,

Die ZVEH schafft mit dem „Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration“ einen neuen Ausbildungsberuf, der den hohen Anforderungen, die sich aus der Digitalisierung ergeben gerecht werden soll. Grund für die neue Ausbildung ist die zunehmende Bedeutung von Smart Building, Smart Home, Energiemanagement und Elektromobilität. Der Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration soll ein wichtiges Bindeglied zu Planern im Bereich smarte Gebäudetechnologien darstellen und auf Baustellen als qualifizierter gewerkeübergreifender Ansprechpartner fungieren.

  • Tätigkeiten :
    -Arbeitsabläufe planen und steuern
    -Baugruppen und Komponenten zu mechatronischen Systemen zusammenbauen
    -Hard- und Softwarekomponenten installieren und testen
    -Kundeneinweisung und Übergabe von mechatronischen Systemen -Instandhaltung mechatronischer Systeme durchführen
    -Arbeit und Kommunikation z.T. in englischer Sprache
    -Arbeitsmittel, Werkzeuge und Material:
    -Werkzeuge zur Bearbeitung und Montage von Metall- und Elektroteilen
    -Meßgeräte
    -Mechanische und elektrische Bauteile für Maschinen
    -Zusammenarbeit und Kontakte mit
    Kunden
    Vorgesetzten (Meistern/Meisterinnen, Vorarbeitern/Vorarbeiterinnen, Technikern/Technikerinnen)
    Mitarbeitern anderer Abteilungen
    Auszubildenen
    Angelernten Kräften
    Arbeitsort und Arbeitsumgebung:
    -Montage beim Kunden
    -Montagehalle
    -Werkstatt
  • Berufliche Weiterbildung:
    1. Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten
    2.Teilnahme an Weiterbildungs- bzw. 3.Spezialisierungslehrgängen in Form von Seminaren und Tagungen, z.B. über Maschinenbau, Elektrotechnik, EDV, Betriebswirtschaft etc.
    4. Aufstiegsfortbildung (nach entsprechender Berufspraxis)
    5.Industriemeister/Industriemeisterin
    6.Gewerblicher Fachlehrer/Gewerbliche Fachlehrerin an Berufsschulen
    7.Betriebswirt/Betriebswirtin etc.